Für Notare
Wann kann eine notarielle Tätigkeit GwG-relevant werden?
Für die Beurteilung ist die konkrete Tätigkeit entscheidend. Beurkundung, Beratung, Abwicklung und Mitwirkung an Vermögens- oder Immobilientransaktionen sind getrennt zu analysieren.
Rolle und Geschäft verstehen
Dokumentieren Sie den Zweck des Mandats, die involvierten Parteien, Vermögenswerte und die eigene Rolle. Prüfen Sie anschliessend gesetzliche Ausnahmen und die Berufsmässigkeit.
Wenn eine Unterstellung möglich ist
Organisieren Sie die Identifikation der Vertragspartei, die Abklärung wirtschaftlich Berechtigter, die Risikobeurteilung und die laufende Aktualisierung in einem strukturierten Dossier.
Vertiefung
Der Fachartikel für Anwälte und Notare behandelt die Abgrenzung von Beratung, Verfahren und Beurkundung.
Beurkundung, Beratung und Abwicklung unterscheiden
Bei notariellen Tätigkeiten sollte getrennt festgehalten werden, ob lediglich eine Beurkundung erfolgt, ob zusätzliche Beratung erbracht wird oder ob der Notar an der Strukturierung, Abwicklung oder Übertragung von Vermögenswerten beteiligt ist. Diese Unterscheidung bildet die Grundlage für die weitere Einordnung.
Welche Nachweise sind nützlich?
- Zweck und Ablauf des Geschäfts
- Vertragsparteien sowie wirtschaftlich Berechtigte
- Vermögenswerte, Zahlungswege und beteiligte Gesellschaften
- Geprüfte Ausnahmen und fachliche Begründung
Vom einzelnen Geschäft zur laufenden Übersicht
Bei einer möglichen Unterstellung sollten die Abklärung, die Risikoanalyse und die relevanten Dokumente in einem nachvollziehbaren Dossier zusammenbleiben. Aktualisierungen und wiederkehrende Prüfungen lassen sich dadurch klar dem jeweiligen Geschäft zuordnen.
Rechtsstand 30. August 2026. Keine individuelle Beurteilung.